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Landessanierungsprogramm

Sanierungsprogramm soll mit Leben erfüllt werden

Zuschüsse von 20 % für Privateigentümer

Mehrfach wurde im Mitteilungsblatt darüber berichtet, dass die Gemeinde aus dem Landessanierungsprogramm 800.000 € erhält. Während die Fördermittel aus dem Vorgängerprogramm ausschließlich für öffentliche Vorhaben der Gemeinde verwendet wurden, sieht die Konzeption des neuen Programmes auch die Förderung von Privatmaßnahmen vor. In der vergangenen Gemeinderatssitzung befasste sich das Gremium mit dem Fördersatz, der künftig Anwendung finden soll. Dabei gingen die Meinungen im Gremium weit auseinander. Nach Ausführungen des Fachberaters Peter-Uwe Blank von der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH sprach sich Bürgermeister Vesenmaier für eine Förderung privater Maßnahmen in Höhe von 15 % aus. Dadurch könne am ehesten eine breite Förderung vieler Gebäudeeigentümer ermöglicht werden. Im Übrigen sehe der Fördertopf für Privatvorhaben lediglich insgesamt 300.000 € vor. Aus diesem Grund könne man nicht aus dem Vollen schöpfen. Bei einer großzügigen Förderung könnten daher aus diesem Topf dann nur wenige Interessenten bedient werden.

Diese Auffassung teilten neben dem Fraktionsvorsitzenden der CDU, Erich Hieber, auch weitere Mitglieder seiner Fraktion. Eine Gegenposition nahm Claudia Merkt-Heer (ebenfalls CDU) ein, welche von Fördersätzen bis zu 30 % sprach, die in einigen anderen Gemeinden gewährt werden würden. Allerdings plädierte sie auch für eine niedrigere Begrenzung der Förderung pro Anwesen. Zuspruch erhielt sie auch von anderen Mitgliedern aus dem Gremium.

Nach längeren Diskussionen einigte man sich abschließend auf einen Fördersatz von 20 % und einer Begrenzung auf 50.000 € pro Anwesen. Wie lange der Fördertopf ausreicht, um die möglichen Grundstückseigentümer zu bedienen, muss allerdings offen bleiben. Einigkeit bestand im Gremium darin, dass jeder Interessent gut fahren würde, der sich möglichst bald mit dem Gedanken einer Sanierung befasse. Das Programm sieht jedoch nur eine Förderung vor ab einer Bagatellgrenze von 25.000 € Investitionskosten. Der Grund liegt darin, dass zwangsläufig notwendige Unterhaltungsmaßnahmen mit diesen Mitteln nicht gefördert werden sollen. Für den Abbruch von Gebäuden ist eine Förderung von bis zu 100 % möglich.

Noch in diesem Jahr sollen die Grundstückseigentümer in einer Informationsveranstaltung über Ziele und Fördermöglichkeiten des Programms informiert werden. Es ergibt sich kein Rechtsanspruch aus dem Programm. Die Förderung privater Maßnahmen bedeutet allerdings auch, dass die Gemeinde aus Haushaltsmitteln 40 % der Förderaufwendungen zu tragen hat. Würde z. B. ein privater Bauherr sein Haus mit Aufwendungen von 200.000 € sanieren, erhielte er nach den beschlossenen Förderrichtlinien 40.000 €. Davon müssten 16.000 € aus Haushaltsmitteln der Gemeinde beigesteuert werden.

Weitere Infos können Sie dem Info-Faltblatt entnehmen.

Landessanierungsprogramm Ortskern 2: Wie geht es weiter?

Bereits im Frühjahr haben wir berichtet, dass die Gemeinde in das Landessanierungsprogramm aufgenommen wird. Im Programm „Ortskern 2“ sollen im Gegensatz zum Vorgängerprogramm auch private Vorhaben gefördert werden. Einige Eigentümer haben hierzu bereits bei der Gemeinde angefragt. Daher wollen wir Sie in dieser Ausgabe des Mitteilungsblattes über das weitere Vorgehen informieren.

Im September werden alle Eigentümer und Bewohner des Sanierungsgebietes ein Schreiben erhalten, in dem die Programmziele und Fördermodalitäten genau erläutert werden. Auch wird mit diesem Schreiben zu einer Infoveranstaltung im Herbst eingeladen. Gemeindeverwaltung und der Fachberater der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH werden den Gästen die Intention des Förderprogramms erläutern und gerne Fragen beantworten.

Bereits vorab haben einige Hausbesitzer sich erkundigt, ob ihr geplantes Vorhaben, den Förderungen entspricht. Zur Beratung und Prüfung wird im August ein Termin angeboten, bei dem dies mit dem Fachberater Peter-Uwe Blank und Frau Ihring von der Verwaltung besprochen werden kann. Hierzu sollten Sie bereits vorher schriftlich das Vorhaben und die geplanten Änderungen beschreiben, sowie falls vorhanden Skizzen des neuen Baus beifügen. Die Unterlagen sind für dieses erste Beratungsgespräch bis zum 06. August einzureichen.