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News

Autor: Marita Funk
Artikel vom 01.08.2017

Stromnetzgesellschaft Östlicher Schurwald

Geringere Rendite

Mitte 2013 wurde die Stromnetzgesellschaft „Östlicher Schurwald“ gegründet. Dieser gehören neben der Gemeinde Wäschenbeuren auch noch die Nachbargemeinden Adelberg, Birenbach, Börtlingen und Rechberghausen an. Die Schurwaldgemeinden sahen mit dem Auslaufen des Konzessionsvertrages mit der EnBW die Chance, am Stromgeschäft zu partizipieren. Ermöglicht wurde dies durch die Liberalisierung der Energiemärkte. Insbesondere die größeren Städte sahen die Chance, die Stromversorgung über ihre eigenen Stadtwerke in die Hand zu nehmen. Viele Modelle der Beteiligungen wurden damals unter dem Wettbewerbsdruck auch von einigen renommierten Stromversorgern, darunter auch aus dem Landkreis, kleineren Gemeinden vorgestellt. Die erste Prüfung ergab, dass der Aufwand für eine Gemeinde wie Wäschenbeuren langfristig nicht lohnend ist. Um dennoch am Erfolg des Stromgeschäftes teilzuhaben, wurde über die Gründung der Stromnetzgesellschaft Östlicher Schurwald in den Gemeinderäten nachgedacht und letztendlich auch beschlossen. Schließlich wollte man den Gewinn aus dem Betrieb des Stromnetzes nicht gänzlich einem privaten Versorger überlassen. Man einigte sich mit der EnBW darauf, dass die Gemeinden mit 74,9 % an der Gesellschaft beteiligt sind und der Rest das genannte Unternehmen. Dem Stromversorger wäre es lieber gewesen, 100 % zu übernehmen.

Nach der erfolgten Gründung der Gesellschaft wurde das Netz mittelfristig an die EnBW verpachtet. Die Erlöse sind dabei abhängig von den Zinssätzen der Anlagen des Stromnetzes. Diese werden von der Bundesnetzagentur alle 4 Jahre überprüft.

Bei der Gründung der Gesellschaft waren diese noch recht hoch. Doch mittlerweile sinken bekanntlich ja die Zinssätze auf breiter Front und damit auch die Rendite der Gesellschaft. Zugute kommt dies den Verbrauchern.

In der jüngsten Sitzung wollte der Gemeinderat Rechenschaft über die in den vergangenen 4 Jahren bei der Gemeinde eingegangenen Erlöse.

BM Karl Vesenmaier konnte von Einnahmen in Höhe von 117.569,60 Euro berichten. Dies entspräche einer durchschnittlichen Verzinsung von ca. 4,5 %. Der Schultes sprach von einer Traumzahl im Vergleich zu dem, was man derzeit bei den Banken bekomme. Dennoch gab es auch Kritik aus den Reihen des Gremiums. Bei der Gründung, so einige Diskussionsteilnehmer, seien höhere Renditen in Aussicht gestellt worden, die jetzt so nicht fließen würden. Hinterfragt wurde auch das Ergebnis des Jahres 2015, das lediglich Einnahmen in Höhe von 5.596,35 ausweist. Dieses, so Vesenmaier, sei buchungstechnisch zu begründen. Er stehe nach wie vor zu der Gesellschaft. Diese biete auch eine gute Basis für eine vertrauensvolle gemeindeübergreifende Zusammenarbeit. Im Übrigen verwies er auch darauf, dass der Gemeinderat die Gesellschaft auch mehrheitlich gewollt habe.