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News

Autor: Marita Funk
Artikel vom 13.06.2017

Flüchtlingshaus: Nochmal Glück gehabt

Vertragsunterzeichnung 5 vor 12

Geradezu in letzter Minute hat Bürgermeister Karl Vesenmaier den Vertrag über die Erstellung des Flüchtlingshauses unterzeichnet. Wie bereits mehrfach berichtet, erstellt die Gemeinde auf dem Anwesen Göppinger Str. 38 einen Neubau. Dieser sieht 2 Gebäudeeinheiten mit jeweils 2 Wohnungen vor. Insgesamt wird 240 m² neuer Wohnraum geschaffen. Bereits vor ca. 20 Jahren waren auf demselben Grundstück zeitweise 40 Personen einquartiert. Das ehemalige Bauernhaus war nach dem Auszug nicht mehr bewohnbar und wurde dann abgerissen. Die Werbeaktion des Landkreises, ein Musterhaus als Pilotprojekt in einer Landkreisgemeinde zu erstellen, wurde im Herbst 2016 von Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung sehr positiv aufgenommen. Sehr attraktiv war dabei die Zusage, dass für die Planbearbeitung sowie die Ausschreibung kein Bearbeitungshonorar der Gemeinde in Rechnung gestellt wird. Zugleich hat sich der Landkreis verpflichtet, 120 m² Wohnfläche für die Dauer von 17 Jahren von der Gemeinde zu sehr guten Konditionen anzumieten.

 

Weil die Anschlussunterbringung anerkannter Flüchtlinge Aufgabe der Kommune ist, sah der Schultes die Chance, auf dem Grundstück weitere 120 m² Wohnraum für diesen Zweck zu schaffen. Zum Zeitpunkt der sogenannten Flüchtlingsschwemme zeigte sich das Land großzügig und sicherte den investitionswilligen Kommunen eine spürbare Unterstützung zu. So wurde der Gemeinde für den Gebäudeteil mit der Anschlussunterbringung ein Zuschuss in Höhe von 85.000 € in Aussicht gestellt. Voraussetzung dafür war jedoch ein Baubeginn innerhalb von 6 Monaten. Leider lief das Baugenehmigungsverfahren wegen eines nachbarrechtlichen Einspruchs nicht reibungslos ab. Über mehrere Monate wurde verhandelt, bis letztendlich eine Einigung erzielt werden konnte.

 

Problematisch verlief auch das Ausschreibungsverfahren für die komplette Erstellung (Generalunternehmer). Teilweise wurden Preise von über 50 % über dem Kostenvoranschlag im Vergabeverfahren offeriert. Nach der offiziellen Aufhebung dieses Verfahrens konnte am Schluss im Zuge der freihändigen Vergabe doch noch ein leistungsfähiges Unternehmen gefunden werden, das den Komplettbau zum Preis von 608.639,70 € erstellt. Der Vergabepreis liegt damit sogar unterhalb der Kostenberechnung. Bei der ausführenden Firma handelt es sich um das Unternehmen Modus Systembau GmbH mit Sitz in Welzheim. Mittlerweile ist der Vertrag unterzeichnet. Bürgermeister Karl Vesenmaier wurde vom Gemeinderat damit bereits in der Sitzung am 11.05.2017 bevollmächtigt. Kurze Zeit vorher hat die LAKRA angekündigt, die bewilligen 85.000 € zu streichen, wenn mit dem Bau nicht vor dem 29.05.2017 begonnen wurde. Dabei gilt die Vertragsunterzeichnung als Baubeginn. Seit dem Rückgang der Flüchtlingswelle wurde das staatliche Förderprogramm eingestellt. Als Fertigstellungszeitpunkt wurde Anfang November 2017 vereinbart.