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Bürgerinitiative

Die Bürgerinitiative stellt sich vor:

Steckbrief der Bürgerinitiative "380kV-Wäschenbeuren":

Gründung: Mai 2013.
Sprecher
: Cornelia Stegmaier,Hans-Jürgen Digel,  Christoph Zantow
Kontakt
: E-Mail schreiben

Ziele: Streichung der geplanten 380kV-Leitung von Hüttlingen/Goldshöfe nachBünzwangen aus dem Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG). Verwirklichungeiner Energiewende, welche durch einen möglichst hohen dezentralenEinsatz von erneuerbaren Energien, Speichertechnologien, SmartGridund weiteren umweltfreundlichen Technologien den Netzausbau minimiert.

Unsere Arbeit: Thematische Einarbeitung und Recherchen, gegenseitige Konsultation beivielen Treffen (örtlich und im BI-Netz), Kontakte zu Kommunalvertretern,Abgeordneten, Fachleuten, zuständigen Behörden und Regierungsstellenund zur TransnetBW, Internetseite, Gestaltung von Informationsmaterial,Plakaten usw., Ausarbeiten von Positionspapieren, Pressemitteilungen, offenenBriefen, Ausarbeitung von Stellungnahmen zu den Netzentwicklungsplänen,Teilnahme an Energiewende-Veranstaltungen und Fachgesprächender Landkreise, Aktionen. Bilder sehen Sie in der Bildergalerie

Die BI im Landratsamt Aalen
Wäschenbeurer BI

Aktionen: Öffentlichkeitsarbeit mit Informationsständen, Informationsveranstaltungen,Unterschriftensammlungen, Beteiligung der Bevölkerung an den Konsultationen der Bundesnetzagentur.

Zusammenarbeit im "BI-Netz" der 10 Bürgerinitiativen aus dem Kreis Göppingen, dem Ostalbkreisund dem Rems-Murr-Kreis entlang der geplanten Trasse.

Zusammenarbeit mit der "Interkommunalen Interessengemeinschaft" aus den LandkreisenOstalbkreis, Kreis Göppingen und Rems-Murr-Kreis sowie 38 Kommunenaus diesen Landkreisen.

Unterstützung: Bundestagsabgeordnete und Landtagsabgeordnete aus den betroffenenLandkreisenErgebnisse: Juni 2013: Die TransnetBW sieht aufgrund massivem Widerstand ein, dasssie mit dem Vorhaben gescheitert ist, die Bürger mit "Trassierungswerkstätten"zu überrumpeln, in denen nur das "Wie" besprochen werden sollte ohne dass die Notwendigkeit der Trasse geklärt ist. Sie lässt diesen untauglichenBürgerdialog "ruhen".Oktober 2013: Die TransnetBW verschiebt das Raumordnungsverfahren(ROV) bis zur Klärung der Notwendigkeit durch ein Gutachten von Prof.Stigler, TU Graz (Auftraggeber: Ostalbkreis für die Interkommunale Interessengemeinschaft).Prof. Stigler ist als Hauptgutachter der Bundesnetzagenturfür den Netzentwicklungsplan 2012 eine allseits anerkannte Kapazität.

Dezember 2013: Die TransnetBW verschiebt das ROV mindestens bis 2015 (Klärung der Notwendigkeit aufgrund des KoalitionsvertragesCDU/SPD und der anstehenden EEG-Reform)

Juni 2014: Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigt, dass die amtlichePrüfung der Notwendigkeit, welche laut §3 EnLAG bereits 2012 hättestattfinden sollen, nun im Jahr 2015 durchgeführt wird.

Juli 2014: Das Gutachten von Prof. Stigler bestätigt: "Keine vordringlicheNotwendigkeit der Stromtrasse".

Weitere Informationen können Sie aus folgenden Artikeln entnehmen:

Resolutionsentwurf im Gemeinderat verabschiedet

Bürgerinitiative

Der Gemeinderat Wäschenbeuren dankt der Bundesnetzagentur und Herrn Untersteller für Ihre Briefe an Bundeswirtschaftsminister Gabriel aufgrund des Fachgesprächs am 11.11.2014 im Landratsamt Aalen, in denen sie sich für die Herausnahme des EnLAG Nr.24 (380kV-Leitung Goldhöfe – Bünzwangen) aus dem Gesetz einsetzen.

Der Gemeinderat fordert den Leitungsbauer TransnetBW auf, sofort die Aalener Beschlüsse vom November 2014 in die Tat umzusetzen und auf die 380 KV-Höchstspannungsleitung Goldshöfe -Bünzwangen zu verzichten, damit der Gesetzescharakter der Leitung aufgehoben werden kann.

Er fordert die TransnetBW insbesondere auf, die Erklärung von Aalen gegenüber dem Wirtschaftsministerium in Berlin zu bestätigen, damit das Wirtschaftsministerium die entsprechenden Schritte der Gesetzesänderung in die Wege leiten kann.

Fakt ist:

Beim öffentlichen Fachgespräch am 11.11.2014 im LRA Aalen haben sich alle, insbesondere auch Herr Franz Untersteller, Herr Scheid und Herr Joswig (Geschäftsführer der TransnetBW) auf folgendes Ergebnis geeinigt:

1) Erklärung der TransnetBW: Die 380kV-Leitung Bünzwangen-Goldshöfe ist energiewirtschaftlich nicht notwendig und daher entbehrlich.
2) Die Bundesnetzagentur nimmt diesen Sachverhalt zur Kenntnis und wird bei der nächsten administrativen Gelegenheit dem Bundeswirtschaftsminister die Änderung des EnLAG mit der Herausnahme dieser Leitung empfehlen.

 

Insbesondere wurde unter Zustimmung aller festgestellt, dass dieses Ergebnis nicht von der Genehmigung der neu vorgeschlagenen Direktleitung nach Wendlingen abhängig ist.

Sowohl die Bundesnetzagentur als auch die anderen Partner der öffentlichen Diskussion, sowie einige Bundestagsabgeordnete haben das Bundeswirtschaftsministerium auf die schnelle Herausnahme der Leitung aus dem EnLAG-Gesetz aufmerksam gemacht, da TransnetBW selbst diese 380 KV-Leitung in Aalen für nicht notwendig erklärt hat.

Deshalb fordert der Gemeinderat TransnetBW nun auf, sofort das Versprechen von Aalen zu realisieren und den Verzicht auf die Leitung ohne Bedingungen auch gegenüber dem Wirtschaftsministerium zu bestätigen, damit dieses Ministerium die weiteren Schritte der Gesetzesänderung vollziehen kann.

Das Fachgespräch im Landratsamt Aalen am 11.11.2014 mit dem Ergebnis "Verzicht auf das Vorhaben EnLAG24"

Podium des Fachgesprächs: (von li nach re): K.Pavel (Landrat), Frau J.Stivala (Landratsamt Aalen), Frau G.Seefried (Landratsamt), F.Untersteller (Umweltminister), H.-J.Scheid (BNetzA), R.Joswig(TransnetBW), F.Wenka (Bürgermeister Börtlingen)
Mitglieder der 10 Bürgerinitiativen, vorne Landrat Pavel

Spannung lag in der Luft zu Beginn des öffentlichen Fachgesprächs am Dienstag, 11.11.2014 im Landratsamt Aalen über die strittige 380kV-Trasse Bünzwangen – Goldshöfe mit hochkarätigen Gästen: Erschienen waren Umweltminister Franz Untersteller, der Geschäftsführer der TransnetBW Rainer Joswig und der Resortchef Netzausbau bei der Bundesnetzagentur Dr. Heinz-Jürgen Scheid. Das Gespräch fand unter Federführung von Landrat Klaus Pavel statt. Im Netzentwicklungsplan 2014 hatten die Netzbetreiber diese 380kV-Trasse bereits für verzichtbar erklärt, falls die Bundesnetzagentur die neu vorgeschlagene Gleichstromautobahn in den Raum Wendlingen bestätige. Die Bürgerinitiativen forderten gemeinsam mit Klaus Pavel die sofortige Herausnahme dieser Stromtrasse aus dem Gesetz "EnLAG", weil offensichtlich der "vordringliche Bedarf" nicht mehr gegeben sei, was bereits schon gutachterlich festgestellt war. Nach verschiedenen Statements des Geschäftsführers Joswig, des Resortchefs Dr. Scheid und des Umweltministers Untersteller stellte Landrat Pavel fest, dass jetzt auch keine amtliche Überprüfung der Notwendigkeit der Leitung notwendig sei, denn "wenn niemand mehr was will – das ist bei uns im Landratsamt so – dann prüft das auch gar keiner mehr". Landrat Pavel verkündete das folgende Ergebnis, welches auch die Zustimmung von Untersteller, Joswig und Dr. Scheid fand:

1.)     Die TransnetBW erklärt, die 380kV-Leitung Bünzwangen-Goldshöfe für energiewirtschaftlich nicht notwendig und daher entbehrlich.

1.)     Die Bundesnetzagentur nimmt diesen Sachverhalt zur Kenntnis und wird bei der nächsten administrativen Gelegenheit dem Bundeswirtschaftsminister die Änderung des "EnLAG" mit der Herausnahme der Leitung empfehlen.

Die Herausnahme der Stromtrasse aus dem Gesetz ist also verbindlich zugesagt und die Abwicklung nur noch Formsache. Von der Zustimmung im Bundestag kann man ausgehen! Die Bürgerinitiativen waren sehr zufrieden über dieses zielführende Ergebnis und betonten nochmals, dass sie für eine Energiewende mit Versorgungssicherheit und gegen unnötigen Leitungsbau seien. Letzteres ohne St.Florians-Prinzip, was sich darin ausdrückt, dass sie sich auch beim nächsten Bürgerdialog zum Netzentwicklungsplan beteiligen werden. Pavel lobte die hohe Fachkompetenz der Bürgerinitiativen und es wurde von verschiedenen Seiten festgestellt, dass mit der Zusammenarbeit von Bürgerinitiativen, der Interkommunalen Interessengemeinschaft und den Abgeordneten ein Musterbeispiel gelebter Demokratie praktiziert wurde.

Die Sprecher Hans-Jürgen Digel, Cornelia Stegmaier und Christoph Zantow, Wäschenbeuren

Gemeinsam das große Ziel erreicht! TransnetBW gibt auf!

Bürgerinitative im Landratsamt in Aalen

Die 380.000 Volt-Leitung von Goldshöfe nach Bünzwangen, die direkt an Wäschenbeuren vorbei führen sollte, wird nicht gebaut. Dieses sensationell gute Ergebnis hatte das Fachgespräch im Aalener Landratsamt unter Beisein von Umweltminister Untersteller, Transnet-Geschäftsführer Joswig und Dr. Scheid von der Bundesnetzagentur. Landrat Pavel vom Ostalbkreis verkündete folgendes Ergebnis:

1.)    TransnetBW erklärt: Die 380kV-Leitung Bünzwangen Goldshöfe ist energiewirtschaftlich nicht notwendig und daher entbehrlich.

1.)    Die Bundesnetzagentur nimmt diesen Sachverhalt zur Kenntnis und wird bei der nächsten administrativen Gelegenheit dem Bundeswirtschaftsminister die Änderung des EnLAG mit der Herausnahme dieser Leitung empfehlen.

Der Jubel unter den anwesenden Bürgerinitiativen war natürlich riesengroß. Es darf mit Fug und Recht behauptet werden, dass dies ein Verdienst der herausragend guten Zusammenarbeit zwischen der interkommunalen Interessengemeinschaft (3 Landkreise und 38 Anreinerkommunen) einerseits und den 10 Bürgerinitiativen andererseits ist. Hier in Wäschenbeuren hat Bürgermeister Vesenmeier frühzeitig die Initiative ergriffen und die Gründung einer BI initiiert. In dieser BI haben sich schnell tatkräftige Leute gefunden, die immense Zeit in Informationsaufnahme, Diskussionen, Mobilisierungsaktionen und vieles mehr gesteckt haben. Zuvorderst sind dabei Conny Stegmaier und Christoph Zantow zu nennen, die ein großes Fachwissen aufgebaut haben und dies zielgerichtet einzusetzen wussten. Auch allen anderen gebührt der Dank für Ihre uneigennützige Arbeit. Der Gemeinderat hat uns unterstützt, teils auch mit persönlichem Einsatz. Die Abgeordneten Herr H.Färber, Frau H. Baehrens, Herr J. Fritz haben sich an verschiedenen Stellen eingebracht. Bei den Unterschriftensammlungen und beim Aktionstag haben wir gesehen, dass uns ein Großteil der Bevölkerung unterstützt; ein riesiges Dankeschön hierfür, das hat uns enorm motiviert und geholfen. Es war also eine konzertierte Aktion, ein Musterbeispiel gelebter Demokratie und ein, wohl eher seltenes, Beispiel, dass sich engagierte Bürger auch gegen Konzerne durchsetzen können.

Danke an alle!

Dr. Rolf Braun; Tine Büttner; Hans-Jürgen Digel; Frank Fussenegger; Erich Hieber; Heidi Hörsch; Oliver Hokenmaier; Uwe Hokenmaier; Rolf Koth; Carla Müller; Andrea Muth; Michael Pfeil; Reiner Schmid; Marion Singer; Cornelia Stegmaier; Klaus Tobisch; Beatrix Trautrims; Markus Wahl; Anita Wolber; Christoph Zantow;

Hammer! Gutachter bestätigt: „Stromleitung ist nicht notwendig!“

Das lange erwartete Gutachten von Professor Dr. Stigler, TU Graz, über die geplante 380 kV-Stromleitung von Bünzwangen nach Goldshöfe liegt vor. Und das Ergebnis könnte eindeutiger nicht sein, das Fazit ist vernichtend für die bisherige Argumentation des Leitungsbauers TransnetBW.

Zitat aus der Zusammenfassung: „Auf Basis der dargelegten Rahmenbedingungen und Annahmen … ergibt sich entsprechend der durchgeführten Berechnungen kein zwingender elektrizitätswirtschaftlicher Bedarf an der Errichtung der 380-kV-Leitung von Bünzwangen nach Goldshöfe (EnLAG-Leitung Nr. 24)“

Die Schlappe für TransnetBW ist perfekt angesichts der Berechnungen von Prof. Stigler, der die aktuellsten Daten, die neuesten Kraftwerksentwicklungen, den jüngst prognostizierten Strombedarf und sogar den grenzüberschreitenden Stromverkauf berücksichtigt hat. Es wurden mehrere, auch extreme, Szenarien durchgerechnet und die Auslastung der angeblich so notwendigen Leitung liegt im Mittel bei gerade mal 6 %!

Dies ist ein großartiger Erfolg für die Gemeinschaft der Bürgerinitiativen, Landkreise, Gemeinden und Bürger, die sich gegen das Wahnsinnsprojekt gewandt haben. Jetzt müssen Gesetzgeber und Bundesnetzagentur die Konsequenzen ziehen und das Vorhaben aus dem EnLAG nehmen. Nur dann ist gewährleistet, dass sich TransnetBW nicht doch noch auf den Gesetzesauftrag beruft. Unsere Bundestagsabgeordneten sind gefordert.

An dieser Stelle kann man dann auch ruhig einmal innehalten. Es hat schon große Anstrengungen gekostet, so weit zu kommen. Die Wäschenbeurener Bürgerinitiative wurde aus dem Nichts aufgebaut und war dank kompetenter Mitglieder schnellstens auf einem fachlichen Niveau, das auch von Bundesnetzagentur und Branchenkennern ausdrücklich gelobt wurde. Wir wurden ernst genommen. Das Engagement aller Mitstreiter wurde mit großer Unterstützung seitens der Bevölkerung belohnt, viele Unterschriften unter Eingaben, Petitionen und Widersprüche motivierten uns, weiter zu machen. Zwei Namen möchte ich hervorheben: Conny Stegmaier und Christoph Zantow waren mit soviel Herzblut und soviel persönlichem Einsatz dabei, dass ein riesengroßes Dankeschön angebracht ist. Gemeinsam werden wir das jetzt deutlich näher gerückte Ziel erreichen: 380 kV – kannste vergessen!

Hans-Jürgen Digel

Gutachten 380 kV-Leitung Bünzwangen-Goldshöfe liegt jetzt vor

Kein zwingender elektrizitätswirtschaftlicher Bedarf gegeben

Im Mai 2014 hatte das Landratsamt Ostalbkreis stellvertretend für die Interkommunale Interessensgemeinschaft, die sich aus dem Ostalbkreis, den Kreisen Göppingen und Rems-Murr-Kreis sowie den betroffenen Städten und Gemeinden gebildet hat, ein Kompaktgutachten zur Überprüfung der energiewirtschaftlichen und netztechnischen Notwendigkeit der Leitung in Auftrag gegeben. Wie Landrat Klaus Pavel in der Kreistagssitzung am vergangenen Dienstag mitteilte, liegt das Gutachten nun vor.

Als Gutachter fungierte Professor Dr. Stigler, der das Institut für Elektrizitätswirtschaft und Energieinnovation an der TU Graz leitet. Es handelt sich um ein unabhängiges und renommiertes Institut, das von der Bundesnetzagentur anerkannt wird. Hintergrund für die Beauftragung war, dass der Entwurf des „Netzentwicklungsplans Strom 2014“ den Neubau der 380 kV-Leitung Bünzwangen-Goldshöfe erneut als erforderliche Maßnahme vorsieht.

In seinem Gutachten, das auch Extremfallrechnungen und Auswirkungen auf den internationalen Stromhandel umfasst, kommt Professor Dr. Stigler zu dem Schluss, dass entsprechend der durchgeführten Berechnungen kein zwingender elektrizitätswirtschaftlicher Bedarf für die Errichtung der 380 kV-Leitung von Bünzwangen nach Goldshöfe vorliegt.

Bei seinen Berechnungen hat Stigler das sogenannte „Startnetz“ herangezogen. Dieses beinhaltet den Netzbestand und die EnLAG-Leitungen. Zudem wurden die im Bundesbedarfsplangesetz 2013 bestätigten Netzausbaumaßnahmen einschließlich der HGÜ-Leitungen berücksichtigt. Beim Ausbau der erneuerbaren Energien wurde dem Gesetzentwurf der Bundesregierung für das Erneuerbare-Energien-Gesetzes gefolgt.

Darüber hinaus wurden die tendenziellen Entwicklungen des aktuellen Entwurfs des Szenariorahmens zum Netzentwicklungsplan 2015 berücksichtigt. Der untersuchte Zeitrahmen umfasst die Jahre 2012 bis 2032. Zur Bestimmung der Erforderlichkeit der Leitung wurde in Anlehnung an das Erforderlichkeitskriterium der Bundesnetzagentur vorgegangen. Dieses sieht vor, dass die maximale Auslastung im störungsfreien Betrieb über 8.760 Stunden eines betrachteten Jahres mindestens 20 Prozent betragen muss. Daher wurde die Auslastung der 380 kVSeite Leitung Bünzwangen-Goldshöfe analysiert und dem 20 Prozent-Kriterium gegenübergestellt. Bei Zugrundelegung durchschnittlicher Einspeiseverhältnisse erneuerbarer Energien betrug die maximale Auslastung 17 Prozent bezogen auf das angenommene thermische Limit. Die mittlere Auslastung lag in der Simulation bei ca. 6 Prozent.

Sowohl bei seinen Szenariorechnungen, die auf der Annahme durchschnittlicher Einspeisung erneuerbarer Energien beruhen, als auch bei seinen Extremfallrechnungen, die die Auswirkungen von Starklast, hoher Winderzeugung und hoher Photovoltaikerzeugung auf den 50 km- und den 100 km-Nahbereich der 380 kV-Leitung Bünzwangen-Goldshöfe untersuchen, kommt Stigler zu dem Ergebnis, dass sich keine unmittelbaren Wirkungen durch die 380 kV-Leitung Bünzwangen-Goldshöfe zeigen; weder hinsichtlich Redispatch1, Integration erneuerbarer Energien noch Leitungsentlastung des umliegenden Netzes. Lediglich bei hohen Durchdringungsraten von Photovoltaik im 100 km-Nahbereich der Leitung und hohen Einspeisungen aus erneuerbaren Energien in ganz Deutschland zeigen sich im Jahr 2032 nennenswerte Unterschiede in der Integration erneuerbarer Energien durch die 380 kV-Leitung Bünzwangen-Goldshöfe.

Landrat Klaus Pavel sieht sich in dem Ergebnis des Gutachtens bestätigt und fordert vom Bund und der Bundesnetzagentur, die Leitung aus dem EnLAG zu streichen. Auch geht er davon aus, dass TransnetBW das Ergebnis des Gutachtens bei den weiteren Planungen berücksichtigt. Allen Mitgliedern der Interkommunalen Interessensgemeinschaft, allen Abgeordneten des Ostalbkreises, dem Bundeswirtschaftsministerium, der Bundesnetzagentur, TansnetBW und dem baden-württembergischen Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Franz Untersteller geht das Gutachten zu. Nach der Sommerpause plant Pavel eine öffentliche Veranstaltung mit dem Gutachter und den Abgeordneten.

1 Der Begriff Dispatch bezeichnet die Einsatzplanung von Kraftwerken durch den Kraftwerksbetreiber. Der deutsche Begriff für Dispatch lautet entsprechend „Kraftwerkseinsatzplanung“. Der Begriff Redispatch bezeichnet die kurzfristige Änderung des Kraftwerkseinsatzes auf Geheiß der Übertragungsnetzbetreiber zur Vermeidung von Netzengpässen. Quelle: www.next-kraftwerke.de Quelle: PRESSEMITTEILUNG Nr. 308 vom 23. Juli 2014 Landratsamt Ostalbkreis

Zusammenfassung des Gutachtens von Prof. Dr. Stigler, TU Graz,

Zusammenfassung des Gutachtens von Prof. Dr. Stigler, TU Graz, zur 380-kV-Leitung Bünzwangen-Goldshöfe aus Sicht des Ostalbkreis

Prof. Dr. Stigler hat in seinem Gutachten einerseits die bundesweiten elektrizitätswirschaftlichen Auswirkungen mit/ohne 380-kV-Leitung Bünzwangen-Goldshöfe (Auslastung der Leitung, Auswirkungen auf die anderen Leitungen, bundesweiter Redispatchbedarf1 usw.) berechnet, andererseits Extremfallrechnungen im Umfeld dieser Leitung mit/ohne die Leitung Bünzwangen-Goldshöfe vorgenommen. Zudem wurden die Auswirkungen für einen möglicherweise verstärkten internationalen Stromaustausch berechnet.

Die Ausgangsdaten für das Gutachten wurden möglichst aktuell und realitätsnah gewählt. Die Datenbasis für den Kraftwerkspark in Deutschland im Situationsmodell ATLANTIS basiert im Wesentlichen auf dem konsultierten Szenariorahmen zum Netzentwicklungsplan 2012, welcher auch die Grundlage für das Bundesbedarfsplangesetz 2013 darstellt. Das Gesamtsystem bestehend aus Kraftwerkspark, Höchstspannungsnetz und Verbrauch im Simulationsgebiet Kontinentaleuropa wird in einer Zeitreihe entwickelt , die den Zeitraum 2012 bis 2032 umfasst. Der Entwurf zum Szenariorahmen Netzentwicklungsplan 2015 ist in die Berechnungen mit aufgenommen. Die dem Gutachten zu Grunde liegende zeitliche Entwicklung des Kraftwerksparks in Deutschland entspricht hinsichtlich Windkraft und Photovoltaik den Ausbaukorridoren laut EEG-Reform. Das in ATLANTIS abgebildete Stromnetz umfasst die Netzebenen 220kV und 380kV. Neben dem bestehenden Netz sind auch die Netzprojekte aus den EnLAG 2009 berücksichtigt und bilden mit dem Bestandsnetz das sog. Startnetz. Des Weiteren sind die im Bundesbedarfsplangesetz 2013 festgestellten 36 Ausbauvorhaben abgebildet.

Zur Bestimmung der Erforderlichkeit der Leitung wird in Anlehnung an das Erforderlichkeitskriterium der Bundesnetzagentur vorgegangen. Die Erforderlichkeit einer Leitung wird von der Bundesnetzagentur damit argumentiert, dass die maximale Auslastung im störungsfreien Betrieb über 8760 Stunden eines betrachteten Jahres mindestens 20% betragen muss. Daher wird die Auslastung der EnLAG-Leitung Nr. 24 (380-kV-Leitung Bünzwangen-Goldshöfe) analysiert und dem 20%-Kriterium gegenübergestellt. Die  auftretenden Effekte durch neue Verbundleitungen wie z. B. die EnLAG-Leitung Nr. 24 können nur durch umfassende Simulationen des Systembetr iebs abgeschätzt werden. Hierfür werden unter sonst gleichen Bedingungen Simulationen mit und ohne die EnLAG-Leitung Nr. 24 durchgeführt. Zusätzlich werden auch Simulationen mit und ohne AC- NOVAMaßnahmen 2 gemäß Bundesbedarfsplangesetz 2013 durchgeführt. Diese Szenariorahmenbeinhalten jeweils den Simulationszeitraum 2012 bis 2032 und beruhen auf der Annahme durchschnittlicher Einspeisung der erneuerbaren Energien.

Aufbauend auf diesen Szenariorechnungen werden im Anschluss Extremfallrechnungen durchgeführt, in denen netzrelevanten Einspeise- und Lastsituationen im kontinentaleuropäischen Verbundsystem simuliert werden. Als Nahbereich der EnLAG Leitung Nr. 24 werden ein 50 km Radius sowie ein 100 km Radius gewählt und die Netzknoten mit dazugehörigen Kraftwerken und Verbrauch innerhalb dieser Zonen für die Auswertung ausgewählt.

Da die Bundesnetzagentur der Auswirkung neuer Netzelemente auf den grenzüberschreitenden Stromhandel im Abwägungsprozess für die Notwendigkeit einer betrachteten Maßnahme hohe Bedeutung zumisst, nimmt das Gutachten auch eine Abschätzung über die Wirkung der EnLAG-Leitung Nr. 24 bei deutlicher Erhöhung der grenzüberschreitenden Handelskapazitäten nach Frankreich und in Richtung Schweiz vor.

 

 

TransnetBW hält an 380kV-Trasse fest und mauert

Nachdem die Übertragungsnetzbetreiber ihren neuen Netzentwicklungsplan veröffentlichten, erarbeiteten die Bürgerinitiativen gegen die 380kV-Trasse Stellungnahmen, welche in einer Blitzaktion von 3200 Bürgern unterschrieben wurden. Auch etwa 15 Kommunen reichten Stellungnahmen ein. Darin kritisieren sie, dass die Übertragungsnetzbetreiber wieder die Stromautobahn von Bad Segeberg nach Goldshöfe (bei Hüttlingen) in den Plan schreiben, obwohl sie von der Bundesnetzagentur bereits zweimal mit ausführlicher Begründung abgelehnt wurde. Stromautobahnen sollten an einem Verbrauchszentrum enden oder an einem stillgelegten Kraftwerk, wo bereits ein Verteilernetz vorhanden ist. Beides trifft auf Goldshöfe nicht zu. Mit dieser Stromautobahn will die TransnetBW auch den Bau der 380kV-Trasse Goldshöfe-Bünzwangen begründen. Die Bürgerinitiativen kritisieren, dass diese zu Versorgung nicht notwendig wäre und nur dem europäischen Handel mit Überschussstrom aus Braunkohlekraftwerken dienen würde. Und dies auf Kosten von Landschaft, Erholung, Gesundheit und Immobilienwerten. Es sei auch eine Verschwendung des Netzentgelts, welches die Stromkunden bezahlen. Außerdem sei es Vorschrift, zuerst das Stromnetz zu optimieren und zu verstärken, was hierzulande bisher nur unzureichend gemacht worden sei. Auch seien für die Offshore-Windenergie nicht die neuen Werte der EEG-Reform eingesetzt worden.

Vor allem kritisieren sie aber, dass die Notwendigkeit der 380kV-Trasse nie nachgewiesen wurde, obwohl dies gesetzlich vorgeschrieben sei. Würde die TransnetBW die Leitung bauen, würde sie eine garantierte Eigenkapitalrendite von über 9% erhalten, unabhängig davon, wie stark die Leitung ausgelastet wäre. Die Interessengemeinschaft aus 38 Kommunen hat bereits im letzten Herbst von dem bekannten Wirtschaftswissenschaftler Prof. Jarass einen Fragenkatalog zur Notwendigkeit ausarbeiten lassen, welcher im November 2013 an die TransnetBW geschickt wurde. Heute, nach 7 Monaten hat die TransnetBW noch keine einzige Frage dazu beantwortet! Vor einem Vierteljahr schickten die Bürgerinitiativen gemeinsam mit Landrat Pavel von Aalen einen offenen Brief (vgl. Meldung der NWZ vom 12.3.2014) an die Geschäftsleitung der TransnetBW, bislang ohne offizielle Reaktion! Die Bürgerinitiativen sehen hier einen krassen Widerspruch zum öffentlichen Bekenntnis der TransnetBW zum offenen, transparenten Bürgerdialog. Auch das Bundeswirtschaftsministerium – zuständig für die Überprüfung der Notwendigkeit - mauert: Die Einladung des Landratsamts Aalen zu einem Gespräch wurde mehrfach ausgeschlagen.

Dies alles bestätigt die Erkenntnis der Bürgerinitiativen, dass die Notwendigkeit dieser Leitung nicht nachgewiesen werden kann. Sie sind überzeugt, dass dies das an der Universität Graz beauftragte Gutachten bestätigen wird. Ein erstes Ergebnis wird Mitte Juni erwartet.

Christoph Zantow, Wäschenbeuren

 

 

TransnetBW will 380kV-Trasse immer noch bauen – Gutachten beauftragt!

Vor kurzem haben die Übertragungsnetzbetreiber ihren Entwurf für die Netzplanung 2014 veröffentlicht. Nachdem die TransnetBW im Dezember die Planung für die hiesige 380kV-Trasse auf Eis gelegt hatte, steht sie nun trotzdem wieder im neuen Netzentwicklungsplan. Auch die große Stromautobahn aus dem Norden möchte die TransnetBW bis Goldshöfe (bei Hüttlingen) bauen, was dann wieder als Begründung für die 380kV-Leitung Goldshöfe-Bünzwangen genommen wird.

Die Bundesnetzagentur wird dies hoffentlich auch in diesem Jahr ablehnen, denn schon im letzten Jahr schrieb sie in den Netzentwicklungsplan über diese Stromautobahn C06: "Gegen die Bestätigung von C06 spricht aus Sicht der Bundesnetzagentur auch die unzureichende energiewirtschaftlich / elektrotechnische Begründung von Anfangs- und Endpunkt von C06. Die anderen HGÜ-Maßnahmen beginnen in der Regel an Offshore-Netzverbindungspunkten und enden an Standorten stillzulegender Kernkraftwerke. Dies ist weder beim Startpunkt von C06 „Kreis Segeberg“ noch beim Endpunkt Goldshöfe von C06 der Fall. Überdies ist noch darauf hinzuweisen, dass im Rahmen der Konsultation mehr als 5.000 Stellungnahmen im Zusammenhang mit dem EnLAG-Vorhaben 24 (Bünzwangen-Goldshöfe) und C06 eingegangen sind, was das Hinterfragen vom Netzverknüpfungspunkt Goldshöfe bestärkt."

Dies macht auch deutlich, dass die vielen Stellungnahmen, die im letzten Oktober in unserer Raumschaft unterschrieben wurden, etwas bewirkt haben!

Wir danken nochmals allen Unterzeichnern! Auf das Vorhaben der TransnetBW antworten wir jetzt mit der Beauftragung des Guthabens zur Notwendigkeit der Leitung, welches zunächst wegen des vorläufigen Stopps der Transnet-Planung und der unklaren politischen Entwicklung (EEG-Reform) verschoben worden war! Wir erwarten das Ergebnis des Gutachtens Ende Juni! Kommen Sie am Pfingstmarkt an den Stand der Bürgerinitiative an der Bürenhalle! Es gibt Informationen und Stellungnahmen zum Unterschreiben!

Für die Bürgerinitiative 380kV-Wäschenbeuren

Hans-Jürgen Digel, Cornelia Stegmaier, Christoph Zantow

Erste Erfolge machen Mut für weitere Aktionen!

Die gemeinsamen Anstrengungen der Kommunen, Bürgermeister und der Bürgerinitiativen gegen die geplante Stromtrasse von Goldshöfe nach Bünzwangen zeigen erste Erfolge.

Die Inhalte des letzten Mails der TransNetBW zum DialogNetzbau:

  • TransNetBW wird alternative Lösungsansätze für die Weiterentwicklung der Netzinfrastruktur prüfen
  • TransNetBW berücksichtigt die Nichtbestätigung der Höchstspannungs-Gleichstrom-verbindung vom Kreis Segeberg nach Goldshöfe durch die Bundesnetzagentur im Netzentwicklungsplan 2013
  • TransNetBW bestätigt, dass sich mit der Streichung eine wesentliche Eingangsgröße für die aktuelle Berechnung des weiteren Netzbedarfs in Baden-Württemberg verändert
  • TransnetBW klärt zunächst die möglichen Auswirkungen dieser Entscheidung auf das Projekt Bünzwangen - Goldshöfe
  • TransNetBW verschiebt den planmäßigen Start des Raumordnungsverfahrens in das Frühjahr 2014

Damit ist ein erstes Etappenziel erreicht, nämlich die Verschiebung des Raumordnungsverfahrens. Es muss das Ziel aller Betroffenen sein, dass dieses Raumordnungsverfahren gar nicht gestartet wird. Um diesem Ziel näher zu kommen, bleiben wir von der Bürgerinitiative weiterhin aktiv. Nächster Schritt sind die Einwendungen gegen den Netzentwicklungsplan 2013. Dem Gemeinderat wird ein Entwurf für eine solche Einwendung vorgelegt. Jeder Bürger kann eigene Einwendungen machen. Wer sich der Formulierungen der Bürgerinitiative bedienen will, kann gerne im Rathaus oder bei unserem Aktionstag zugreifen und unterschreiben. Auch im Internet sind die Einwendungen gelistet : Link zur Homepage

380 kV-Debatte hat jetzt auch Ministerpräsident Kretschmann erreicht

1 ¼ Stunden nahm sich in der vergangenen Woche Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann aus Anlass seines Landkreisbesuches Zeit, sich die Anliegen und Nöte des Herrn Landrats sowie der Oberbürger-meis­ter, Bürgermeister und Kreisräte anzuhören und Stellung zu beziehen. Der überwiegende Teil der vorgetragenen Wün­sche bezog sich dabei auf finanzielle Zuwendungen ver­schiedener Landkreisprojekte. Dabei ging es um den zügi­gen Weiterbau der B 10, der A 8 und der B 466. Wenn kein Geld da ist, so der Lan­desvater, dann könne man auch keines ausgeben.

Auch Bürgermeister Karl Vesenmaier meldete sich bei der zeitlich begrenzten Aussprache zu Wort. Er habe, so der Schultes, einen Vorschlag, wie man die Bürger von weite­ren Kostensteigerungen finanziell entlasten könne. Die geplante Stromtrasse zwischen den Goldshöfen und Bün­zwangen sei nach Meinung vieler Kreis-, Stadt- und Ge­meindepolitiker sowie zahlreicher Bürgerinitiativen in der Raumschaft Aalen, Schwäbisch Gmünd, Schorndorf und Göppingen derzeit nicht notwendig. Die Transnet wolle jetzt im Eilverfahren ein Vorhaben umsetzen, deren gesetzliche Grundlage bereits im Jahre 2009 geschaffen worden sei. Dafür bestünde auch derzeit keine Notwendigkeit. Dem mündigen Bürger sei bekannt, dass der Ökostrom von Nord nach Süd nicht so reichlich fließe, wie ursprünglich ange­nommen. Er und viele seiner Mitstreiter vermuten hinter dem Vorpreschen ein Geschäftsmodell der Transnet, das sich finanziell rechne, aber über das Netznutzungsentgelt auf die Verbraucher in Form höherer Strompreise umgelegt werde. Auch sei die hohe Qualität unserer Landschaft zu schade, um einen schnellen Eingriff einfach so hinzuneh­men. Nachdem fast die Hälfte der EnBW-Anteile dem Land Baden-Württemberg gehörten, habe er als Ministerprä­sident doch die Möglichkeit, auf die Unternehmens­spitze der Transnet einzuwir­ken. Ein von den Landkreisen und Kommunen in Auftrag gegebenes Gutachten, vom dem man Klarheit erwarte, sollte abgewartet werden. Doch von alledem wolle die Transnet nichts wissen. Diese Art von Bürgerbeteili­gung habe nach seiner Meinung keine Substanz und schade auch der Landesregierung. Vom ihm, so Bürgermeister Karl Vesen­maier, erwarte er, dass er ein Machtwort spräche und dass das Planfeststellungsverfahren so lange nicht in die Gänge gebracht wird, bis das Gut­achten auf dem Tisch liege.

„Wo er keine Macht habe, könne er auch kein Machtwort sprechen“, so der Ministerpräsident. Die Energiewende fordere Opfer, die auch Eingriffe in die Landschaft bedeuten könnten.
Doch zum Schluss fand der Landesvater auf dem Weg zur Pressekonferenz auch noch moderate Töne, die Bürgermeister Vesen­maier ermutigten, weiterhin mit allen Mitstreitern am Ball zu bleiben.

Gutachter bestätigt Meinung der Bürgerinitiativen!

Bürgerinitiative gegen 380.000 Volt-Stromleitung

„Warten Sie nicht auf die Einleitung des Raumordnungsverfahrens mit Protesten und Aktivitäten“, so der mögliche Gutachter zur Stromtrasse, Herr Professor Jarass, bei einem Treffen mit Bürgermeistern und Bürgern letzten Freitag. Damit bestätigt er die Meinung der Bürgerinitiativen und widerspricht den Aussagen von TransNetBW, die den Bürgern vorgaukeln wollen, man habe doch noch fünf Jahre Zeit, gegen die Stromtrasse Einspruch zu erheben. Je früher man Widerstand gegen eine unnötige Trasse zeige, desto größer die Chancen, sie zu verhindern. Ist das förmliche Genehmigungsverfahren einmal eingeleitet, wird es zunehmend schwerer, es noch zu stoppen. Professor Jarass wird nun zunächst einen Fragenkatalog ausarbeiten, der an den Netzbetreiber geht. Darin geht es um die Berechnungen und Annahmen, die dem Prognosemodell der TransnetBW zugrunde gelegt wurden.

Die nächste Veranstaltung zum Thema Stromtrasse findet statt am 18.07.2013 in der Remstalhalle in Waldhausen. Die Bürgerinitiative Weitmars lädt ein zu einer Podiumsdiskussion mit Bundestagsmitgliedern, dem Regierungspräsidium, der Bundesnetzagentur und mit TransNetBW. Beginn 19.30 Uhr. Je mehr Bürger sich auf diesen Veranstaltungen zeigen, desto mehr Wirkung erzielen wir bei den Entscheidern. Bereits jetzt wurde man im Regierungspräsidium aufmerksam angesichts der massiven Proteste gegen diese unnötige Stromtrasse, die nichts mit der Energiewende zu tun hat.

Zusammen gegen den Trassenbau

1. Trassierungswerkstatt in Wäschenbeuren zeigt deutlich den Widerstand aus der Bürgerschaft

Im Mitteilungsblatt wurde wiederholt über die Planung der TransnetBW informiert. Wie bekannt, führt der Bau der 380-kV-Leitung zwischen Bünzwangen und Goldshöfe möglicherweise auch über unsere Gemarkung. Der Transnet BW ist die Einbeziehung der Bürgerschaft wichtig. Aufgeteilt in 4 Abschnitte (Wäschenbeuren befindet sich im Abschnitt I zusammen mit den Gemeinden Ebers­bach, Albershausen, Uhingen, Göppingen, Wangen, Rechberghausen, Birenbach, Börtlingen, Adelberg und Schorndorf) soll die Bürgerbeteiligung stattfinden.

Zum ersten Gespräch den Abschnitt I betreffend wurde daher am Diens­tagabend, 04.06., in die Bürenhalle eingeladen. Insbesondere die Bürger­initiativen aus unserer Raumschaft, voran die Bürgerinitiative aus Wä­schenbeuren, waren bei dieser Auftaktveranstaltung wirkungsvoll vertre­ten. Aber auch aus der Bürgerschaft waren weiter ca. 40 Interessierte anwesend. Die Veranstaltung dauerte insgesamt fast vier Stunden. Zu Wort kamen u. a. die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden, aber auch die Repräsentanten der Bürgerinitiativen sowie weiterer bedeutender Einrichtungen und Organisationen (beispielsweise des Bauernverbands, des Naturschutzes, etc.). Auch Bürgermeister Karl Vesenmaier nahm die Gelegenheit wahr und gab für die Gemeinde eine offizielle Erklärung ab.

Im Verlauf der Versammlung wurde deutlich, dass die von der TransnetBW behauptete Dringlichkeit zum Bau der Trasse nicht in dem Maß gegeben ist, wie behauptet. Bevor weitere, aus der Sicht der Transnet BW zielführende Gespräche geführt werden, be­absichtigen die Gemeinden in Absprache mit den Bürgerinitiativen ein Gutachten in Auftrag zu geben, das objektive Klarheit über die Notwendigkeit des Trassenbaus geben soll. Von allen Rednern wurde die TransnetBW eindringlich gebeten, vorläufig das Ver­fahren zu stoppen. In den Folgetagen gab es eine weitere Veranstaltung in Spraitbach und am 13.06. in Wasseralfingen. Sobald der Gemeindeverwaltung neue Erkenntnisse auf dem Tisch liegen, werden wir im Mitteilungsblatt zeitnah informieren.

An dieser Stelle nochmals ein herzliches Danke schön an alle Bürgerinitiativen, insbesondere an die Bürgerinitiative aus Wäschenbeuren, für ihr unermüdliches Engagement. Auf dieses war die Transnet BW mit Sicherheit nicht eingestellt. Jetzt ist es das Gebot der Stunde, weiter Flagge zu zeigen und sich mit Energie gegen den beabsichtigten Leitungsbau zu stel­len.

In einer Broschüre informiert die TransnetBW aus ihrer Sicht über das Vorhaben. Die Broschüren liegen im Rathaus zur Mitnahme aus.

Eindrucksvolles NEIN zur Stromleitung bei erster Trassenwerkstatt!

Am Montagabend, 03.06.2013, fand in Plüderhausen die erste Trassierungswerkstatt zur 380 kV-Leitung von Bünzwangen nach Goldshöfe bei Hüttlingen statt. Die Staufenhalle war gefüllt, viele mussten stehen. Im Diskussionsforum waren kurzfristig nicht nur das Remstal sondern auch Vertreter der Gemeinden und Bürgerinitiativen aus dem Schurwald vertreten.

Die Vertreter der TransnetBW und der Kommunikationsfirma waren sichtlich beeindruckt vom enorm starken Widerstand gegen die geplante Höchstspannungsleitung. Die Bürgerinitiativen ließen sich auf keine Diskussion ein, ob nun die eine oder die andere Trassenführung die bessere sei, sondern zeigten sich geschlossen und solidarisch. Beeindruckend auch die Bürgermeister, die ins gleiche Horn stießen, Frau Marquardt von Adelberg und Herr Wenka von Börtlingen. Auch das Statement unserer Bürgerinitiative von Herrn Christoph Zantow reihte sich nahtlos ein. Herr Schührer als Stellvertretender Bürgermeister von Wäschenbeuren gab bekannt, dass sich der Gemeinderat einstimmig gegen den Bau der gesamten Trasse ausgesprochen habe. Unisono wurde auch mehr Zeit für das gesamte Bürgerbeteiligungsverfahren eingefordert, um ein Gutachten über die Notwendigkeit erstellen und sich intensiver informieren zu können. Die Statements der BI und der BM wurden immer wieder von tosendem Beifall der Bevölkerung begleitet.

Insgesamt ein großer Erfolg für die Bürgerinitiativen bei der ersten Trassierungswerkstatt. Über die Veranstaltung in Wäschenbeuren wird noch berichtet. Anfragen und Interesse? E-Mail schreiben

Bürgerintitiative NEIN zur 380 kV-Leitung

380.000 Volt-Leitung direkt vor der Haustür?Kein Zusammenhang mit Energiewende – Bald 1.000 Unterschriften gegen Leitungsbau!

Die Bürgerschaft Wäschenbeurens erkennt immer mehr den Schaden, den die geplante Stromleitung nur wenige hundert Meter hinter der Ortsbebauung in Richtung Lorch anrichten würde. Die Aktionen gegen den Leitungsbau und die Information der Bürgerinitiative an Christi Himmelfahrt, am Pfingstmontag, mit den in jeden Haushalt verteilten Flyern, den aufgestellten Plakaten und durch die Unterschriftenliste erreichen immer mehr Bürger. Bald schon stehen die ersten Trassierungswerkstätten in den betroffenen Orten an. Hier nochmal die wichtigsten Fakten:

  • Die ersten Pläne für eine Höchstspannungsleitung hier über den Schurwald stammen aus den Siebzigerjahren des vorigen Jahrtausends. „Dringend notwendig“ sei die Leitung, hieß es im Jahr 1978. Nach nun 35 Jahren ist sie immer noch oder wieder oder ganz neu „dringend notwendig“?
  • Die mögliche Trasse führt das Beutental herauf, unmittelbar an Lindenbronn vorbei, nach Westen über die Bundesstraße hinweg Richtung Waldspielplatz und schließlich über das Marbachtal nach Börtlingen. Bis zu 70m hohe Strommasten mit 9 Leitungssträngen tragen den Strom vom Umspannwerk Bünzwangen bei Ebersbach nach Goldshöfe bei Aalen.
  • TransNetBW, eine Tochter der EnBW, will die Leitung bauen. Sie verdient eine durch die staatliche Netzagentur garantierte 9,5 %ige Rendite auf die Investitionskosten.
  • Auch TransNetBW bestreitet nicht, dass bei Kindern eine statistisch signifikant erhöhte Leukämierate in der Nähe von Elektroleitungen auftritt.
  • Eigentlich verlangt der Gesetzgeber eine Bündelung von Leitungen und damit eine Nutzung von vorhandenen Trassen. TransNetBW möchte neu bauen durch bisher nicht tangiertes Landschaftsschutzgebiet.
  • Unsere Gemeinde verliert schlagartig an Attraktivität für Zuzügler. Erste Absagen mit dem Hintergrund Stromleitungsbau gibt es in Börtlingen und in Wäschenbeuren.
  • Damit ist auf Sicht auch die bisher intakte Infrastruktur unserer Gemeinde gefährdet.Das einmalige, kulturhistorische Ensemble Kloster Lorch, Wäscherschloss, Hohenstaufen wird genau zerschnitten durch diese das Landschaftsbild zerstörende Leitung.

Es gibt noch mehr Argumente gegen den Bau dieser Hochspannungsleitung, die weder stromtechnisch notwendig, noch energiepolitisch sinnvoll ist. Um sie zu verhindern bedarf es möglichst vieler Bürger, die ihren Willen deutlich kund tun. Sie haben die Möglichkeit, die ausliegenden Unterschriftlisten (Rathaus, Geschäfte in Wäschenbeuren) weiter zu füllen. Kontaktieren Sie die Abgeordneten unseres Kreises im Bundes- und Landtag, sie mögen ihren Einfluss geltend machen. Und wir möchten Sie auffordern, zu den bevorstehenden Trassierungswerkstätten zu kommen. Dort soll die „Bürgerbeteiligung“ an der Trassenplanung stattfinden. Redeberechtigt sind jeweils nur wenige Sprecher von Gruppen oder Kommunen, aber eine „mächtige“ Präsenz von kritischen Bürgern wäre flankierend enorm wichtig für den Erfolg unserer Bestrebungen.

Mit unseren Bemühungen wissen wir uns im Einklang mit dem Gemeinderat und der Verwaltung Wäschenbeurens. Unterstützung erhalten wir auch schon von außen; neben den anderen Bürgerinitiativen in den betroffenen Gemeinden sind z.B. Herr Altlandrat Franz Weber und Kreisrat Werner Stöckle zu nennen. Helfen Sie mit, dieses monströse und gesundheitsgefährdende Bauwerk zu verhindern. Bei Interesse oder Fragen bitte Mail an  hochspannung.waeschenbeuren@gmail.com

So hat alles begonnen...Artikel vom 18.04.2013

Erfrischende Auftaktveranstaltung im Glasfoyer der Bürenhalle

Zum Thema 380 KV-Leitung hat am 11.04.13 in der Bürenhalle eine Bürgerversammlung stattgefunden. Bürgermeister Karl Vesenmaier informierte die ca. 120 Teilnehmenden ausführlich über den Stand des Verfahrens. Er machte den interessierten Teilnehmern klar, dass es für den Gemeinderat und ihn nicht einfach sei, sich gegen die mögliche Trasse, die über Wäschenbeuren führen könnte, zu stemmen. Wirkungsvoller wäre es, wenn der anstehende Beratungsprozess auch von der Bürgerschaft begleitet werden könnte. In der sehr engagiert geführten Diskussion wurde daher der Gedanke einer Bürgerinitiative geboren. Der Schultes versprach in der gleichen Veranstaltung, dass er kurzfristig interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger zu einer weiteren Veranstaltung einladen würde mit dem Ziel der Gründung einer Bürgerinitiative, die sich engagiert mit dem Projekt auseinandersetzen sollte. Nach den Vorstellungen der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderats sollten bei der von der TransnetBW in Aussicht gestellten Trassierungswerkstattgesprächen auch Vertreter der neuen Bürgerinitiative mit am Tisch sitzen.

Die Veranstaltung am vergangenen Dienstag fand wiederum ein gutes Echo. Über 50 Besucher fanden sich zum Treff der Bürgerinitiative ein. Neben der Erörterung von sachbezogenen Themen war auch die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft zentrales Thema. Spontan erklärten sich 12 Mitglieder bereit, sich in der kommenden Zeit sehr intensiv mit dem Netzausbau auseinanderzusetzen.

Die Diskussion wurde auch beflügelt durch die Bekanntgabe, dass sich rund 167 Mitbürger aus Wäschenbeuren und dem benachbarten Kirneck mit ihrer Unterschrift gegen die Trasse ausgesprochen haben. Zur ersten Sitzung der Bürgerinitiative, die bereits am Mittwoch, 08.05., stattfand, hat Frau Cornelia Stegmaier aus Lindenbronn eingeladen. Sie hat sich spontan als Moderatorin des weiteren Prozess zur Verfügung gestellt.

Bürgermeister Karl Vesenmaier, der die Versammlung am 02.05. leitete, sprach den Wunsch aus, dass am wirksamsten gearbeitet werden könnte, wenn es auch zukünftig zu einem regen Informationsaustausch zwischen der Bürgerinitiative und dem Rathaus kommen könnte. Er jedenfalls sicherte der Bürgerinitiative zu, sie an seinem Informationsstand teilhaben zu lassen.

Bereits in der Gemeinderatssitzung am 14.05. steht das Thema 380 KV-Leitung erneut auf der Tagesordnung. Dabei wird es u. a. auch darum gehen, wer zukünftig die Gemeinde neben den Vertretern der Bürgerinitiative in der Trassierungswerkstatt der TransnetBW vertritt.