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In Wäschenbeuren

In und um Wäschenbeuren

Der kleine Ort Wäschenbeuren hat durchaus einige Sehenswürdigkeiten vorzuweisen und liegt eingebettet in eine herrliche, abwechslungsreiche Landschaft mit Streuobstwiesen und dem weithin sichtbaren Hohenstaufen. Ein Besuch lohnt sich und aufmerksame Gäste werden sicherlich immer wieder neue Kleinode und malerische Winkel entdecken.

Broschüre der Gemeinde

Was gibt es in Wäschenbeuren zu sehen? Was kann ich als Gast dort erleben? Die im Frühsommer erstellte Broschüre der Gemeinde gibt den Gästen Auskunft. Sie liegt im Rathaus und in den Banken, sowie den I-Punkten in den benachbarten Rathäusern aus. Ebenfalls wird das Druckwerk auf Messen, wie der CMT, als Werbung für Wäschenbeuren dienen. Mit der Broschüre soll das Interesse für unsere Gemeinde geweckt und mehr Touristen und Gäste in den Ort gelockt werden. Das attraktive Druckwerk gibt einen Überblick über Wissenswertes und Sehenswertes im Ort, Gastronomie – und Übernachtungsmöglichkeiten sowie beispielhafte Wander- oder Radtouren um Wäschenbeuren.

Wäscherschloss

Idyllisches Wäscherschloss

Das Wäscherschloss stellt natürlich die bedeutendste Sehenswürdigkeit des Ortes dar und man darf wohl be­haupten, dass die Gemeinde um dieses Kleinod oft auch beneidet wird. Wie schon im Kapitel über die geschichtli­chen Hintergründe Wäschenbeurens ausgeführt, wurde die Wäscherburg in der Stauferzeit (vor 1271) erbaut.

Ein paar wichtige Details sollten wir den zahlreichen Besuchern und Gästen unseres Ortes unbedingt mit auf den Weg geben. Die Burg besteht aus bis zu 10 Meter hohen Mauern um den trapezförmigen Innenhof und der Unterbau weist eine gewaltige Schildmauer gegen den bedrohten Westen auf. Umfangreiche Umbauten erfuhr die Burg um 1500 durch das Erneuern des ersten Stockwerkes mit einem rustikalen Eichenfachwerk. 1699 ist ein zweiter Stock in einfacherem Fachwerk aufgesetzt worden. Dieser diente als Kornboden. Nach dem Verkauf des Rittergutes stand das Bauwerk lange Zeit leer. Die Holzeinbauten im inneren Burghof wurden damals beseitigt und der dortige Ziehbrunnen zugeschüttet.

Heute befindet sich im Wäscherschloss ein kleines Museum. Es finden verschiede Veranstaltungen statt wie Kurse in mittelalterlicher Handwerkskunst, Konzerte und vieles mehr. Das Schloss kann auch für private Veranstaltungen gemietet werden. www.waescherschloss.de

Eigentümer: Land Baden Württemberg
Pächterin: Silke Allmendinger
07172 9152111

26. Stauferstele in Wäschenbeuren

Enthüllung der Stauferstele
26. Stele in Wäschenbeuren

Am 28.09.2014 hatte die Gemeinde zusammen mit dem Komitee der Stauferfreunde zur Einweihung der, von Dr. Hariolf Kottmann gestifteten, Stauferstele nach Wäschenbeuren eingeladen. Unter den über 200 Besuchern befanden sich auch bedeutende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Bürgermeister Vesenmaier konnte daher bei seiner Ansprache u.a. Herrn Landtagspräsident Guido Wolf, Herrn Landrat Wolff und den Stifter der Stele, unseren früheren Mitbürger Dr. Hariolf Kottmann zusammen mit seiner Ehefrau, begrüßen. Anwesend waren auch der Landeshistoriker Dr. Raff sowie der frühere Archivar des Landkreises Walter Ziegler, Mitglieder des Gemeinderats, Frau Rektorin Müller sowie viele Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Der Schultes würdigte in seiner Rede das bedeutende Wirken der Staufer. Die Stele solle an die Epoche dieses herausragenden Herrschergeschlechts erinnern.  Zwar sei das im Landesbesitz befindliche Wäscherschloss klein und in der Gestaltung schlicht, aber von geschichtlich hohem Rang. Es sei Zeuge einer langen geschichtlichen Phase, die ihren Anfang in unserer Raumschaft genommen habe.

In seiner Ansprache erklärte der Ehrengast den überraschten Festgästen, dass auch er ein welfischer Staufer sei und wie Friedrich Barbarossa im Großraum Weingarten geboren. Die Wäschenbeurer Stauferstele sei nicht eine von vielen, sondern stehe auf dem „Wurzelgrund“ des Staufergeschlechts. Er verglich dabei Wäschenbeuren mit  Tübingen, welches den geografischen Mittelpunkt bilde. Wäschenbeuren dagegen sei der „Nukleus“, das „Ur-Staufen“ schlechthin.

In seiner Ansprache erinnerte der Stifter an seine Jugendzeit im historischen Wäschenbeuren. Als Vorstandsvorsitzender des Clariantkonzerns sei er in seiner Arbeitszeit überwiegend auf dem ganzen Erdball unterwegs. Dabei werde ihm immer mehr bewusst wie wichtig es sei, Wurzeln zu haben. Diese tiefen Wurzeln habe er in seiner Heimatgemeinde Wäschenbeuren gründen können. Die Stiftung der Stele sei ihm ein wichtiges Anliegen. Der Wohlstand habe Deutschland aber auch Europa zu verdanken. Auch dafür stehe die Stele.

Im Anschluss an den Festakt in der Bürenhalle wurden die anwesenden Gäste am Wäscherschloss durch „echte Staufer“ an der Stauferstele, vor dem Burgeingang und auf dem Wehrgang begrüßt. Vor der Enthüllung der, von Bildhauer Markus Wolff geschaffenen, Stauferstele versetzte ein Minnesänger die Zuschauer in die Zeit der Staufer zurück. Passend dazu erläuterte Walter Ziegler, ehemaliger Kreisarchivar, die Inschrift und damit zusammenhängend die Geschichte des Staufergeschlechts und des Wäschenbeuremer Wappen. Mit launigen Worten bedankten sich im Anschluss Herr Dr. Raff beim Stifter und Prof. Dr. Franz Effenberger, ehemaliger Rektor der Universität Stuttgart, bei den Stauferfreunden für die tatkräftige Unterstützung.

Bei herrlichstem Sonnenschein lud die Gemeinde die anwesenden Gäste zu einem Stehempfang in den Hof und den Rittersaal des Wäscherschlosses ein.

An dieser Stelle gilt unser Dank vor allem beim Musikverein Wäschenbeuren für die musikalische Umrahmung, der Freiwilligen Feuerwehr Wäschenbeuren für den Ordnungsdienst und Frau Allmendinger vom Wäscherschloss für die Mitgestaltung beim Wäscherschloss!

Amtshaus

Altes Amtshaus

Nicht nur das “Wäscherschlössle”, auch unser Amtshaus wollen wir dem Besucher vorstellen, denn auch hier handelt es sich um eine bauliche Besonderheit. Das Haus war Amts- und Wohnsitz der Vögte des Rittergutes und wurde im Jahre 1588 vom Reichsfreiherren Conrad IV von Rechberg zu Staufeneck und Hohenrechberg erbaut.

Die dem Marktplatz zugewandte Schauseite bietet zwischen zwei als Erker angebauten Ecktürmchen ein sehr schönes Renaissancefachwerk. Über dem Eingang können wir unserem Gast das Wappen der Rechberger mit den roten Löwen zeigen. Was wir ihm leider nicht zeigen können, sind die breiten Holztreppen, die das weiträumige Innenleben des Hauses verbinden.

Neben dem Amtshaus stand früher die Amtsscheuer und gegen Westen war ein Garten mit einem kleinen Fischteich vorhanden. Nach dem Übergang des Rittergutes an den Staat im Jahre 1805 wurde die Amtsstube des Schultheißen im Erdgeschoss des Hauses untergebracht, wo sie bis zum Jahre 1813 blieb.

Lourdesgrotte und Kreuzweg

Lourdesgrotte
Lourdesgrotte

Sehr idyllisch liegt der im Jahre 1892 gestiftete Wäschenbeurener Kreuzweg mit seinen 14 Stationsta­feln seitlich der Schulstraße. Ein Kleinod, das durchaus einen Besuch wert ist. Am Ende des Hohlweges in der Schul­straße, die früher Tiefengasse hieß, liegt rechter Hand in einem Gehölz versteckt eine ansehnliche Lourdes­grotte. Noch heute ist diese Lourdes­grotte für manche gläubige Beuremer ein Ort beliebter Maiandachten zu Ehren der Gottesmutter Maria. Sowohl beim Platz, als auch bei der Grotte selbst, handelt es sich um eine Stif­tung aus dem Jahre 1892.

Katholische Pfarrkirche

katholische Kirche

“Die Kirche hat St. Johannes den Evangelisten als Schutzheiligen, was für den Kreis Göppingen eine einmalige Ausnahme darstellt”, beschreibt Heimatforscher Josef Kleinknecht den Hintergrund der Pfarrkirche. Die ursprüngliche Kapelle, deren Vorgeschichte in die Zeit der Herren von Büren zurückgereicht haben dürfte, war um die Wende vom 15. bis 16. Jahrhundert zu klein geworden und musste bis auf den Turm einem gotischen Neubau weichen. Zu diesem wurde 1504 der Grundstein gelegt, der beim Neubau im Jahre 1937 gefunden wurde. Eingeweiht wurde die Kirche im Jahre 1507 mit dem einschiffigen rustikalen Langhaus und dem heute unter Denkmalschutz stehenden Ostchor mit Streben und Netzgewölbe, dessen Maßwerk später leider ausgebrochen worden ist.